Trübes Herbstwetter, leichter Nieselregen und Halloween-Stimmung – die äußeren Bedingungen passten schon einmal perfekt zum Tag. Pünktlich um 12 Uhr trafen sich unsere Handballgirls an der Schulsporthalle in Niederwiesa. Nach der langen Pause durch die Herbstferien brannten die Mädels darauf, endlich wieder auf der Platte zu stehen.
Auch die Gäste aus Mittweida waren bereits vor Ort. Also schnell rein in die Halle, umziehen und aufwärmen! Schon dabei wurde sich gegenseitig mit prüfenden Blicken abgetastet. Wer fällt heute besonders auf? Auf wen müssen wir besonders achten? Die Spannung stieg – und ehe man sich versah, stand auch schon der Anpfiff bevor. Zunächst gab es noch ein gemeinsames Mannschaftsfoto, denn die Gäste hatten einen Fotografen mitgebracht. Dann konnte es endlich losgehen!
Zäher Start und ein Duell auf Augenhöhe
Die ersten Minuten waren alles andere als ein Selbstläufer. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und machten von Beginn an deutlich, dass heute kein Spaziergang zu erwarten war. Ganze fünf Minuten dauerte es, bis der erste Treffer für die Gäste fiel.
Doch Grün-Weiß ließ sich nicht lange bitten und legte direkt mit zwei eigenen Toren nach. Eine knappe Führung, die allerdings immer wieder ausgeglichen wurde. Es entwickelte sich ein kräftezehrendes Spiel mit intensiven Zweikämpfen auf beiden Seiten.
Zur Halbzeit stand es 9:9. Ein letztes Tor unserer Mädels wurde nach einer Millimeterentscheidung leider nicht anerkannt. Schade, denn die Führung wäre durchaus verdient gewesen.
Musikalische Unterstützung und neue Energie
Unsere Mädels liesen sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen. Mit etwas musikalischer Unterstützung wurde die Strategie für die zweite Halbzeit besprochen. Eines war klar: Die Mädels wollten heute unbedingt ihren ersten Saisonsieg einfahren!
Anpfiff zur zweiten Hälfte – weitere 25 spannende Minuten lagen vor uns.
Grün-Weiß hatte Anwurf und kam richtig gut ins Spiel. Direkt gelang es, sich mit drei Toren abzusetzen. War jetzt endlich der Knoten geplatzt?
Leider folgte eine umstrittene Zwei-Minuten-Strafe gegen Niederwiesa. Die Mädels mussten in Unterzahl weiterspielen und die körperlich stärkeren Gäste nutzten diese Phase konsequent aus. Anni gab im Tor alles und hielt ihre Mannschaft mit zahlreichen Paraden im Spiel. Doch der Vorsprung schmolz dahin und beim 14:14 war wieder alles offen.
Man merkte bereits: Heute würden die Tore hart erarbeitet werden müssen.
Nichts für schwache Nerven – die Schlussphase
Die letzten zehn Minuten brachen an. Können unsere Mädels das Ruder noch einmal herumreißen?
Es sah zunächst gut aus. Beim Stand von 17:15 und noch sieben Minuten auf der Uhr war der erste Saisonsieg zum Greifen nah. Doch das intensive Spiel hinterließ langsam seine Spuren. Die Gäste verfügten über einen größeren Kader und wirkten zunehmend frischer. Trotz Unterzahl gelang es ihnen, mit etwas Glück bei der ein oder anderen Entscheidung am Ende wieder auszugleichen.
17:17 – noch fünf Minuten!
Die Gäste bekamen nun Oberwasser und gingen tatsächlich noch einmal in Führung. Unsere Abwehr und Schlussfrau Anni warfen alles in die Waagschale, um die Mannschaft im Spiel zu halten.
Auf den Rängen machten sich die Grün-Weißen Fans noch einmal lautstark bemerkbar. Eine Niederlage? Die hatten sich unsere Mädels nach diesem Kampf wirklich nicht verdient!
Doch die Gäste verteidigten geschickt, machten die Räume eng und ließen kaum Lücken. Die Uhr tickte unerbittlich herunter.
Noch 20 Sekunden – Pfiff! Siebenmeter für Niederwiesa!
Die Chance zum Ausgleich. Wenn dieser Ball nicht sitzt, ist das Spiel verloren. Was für eine Spannung in der Halle!
Doch genau für solche Momente haben wir unsere Ida. Mental stark wie eine Wand! Eine ähnliche Situation gab es bereits im vergangenen Jahr in Fraureuth. Damals stand zwar noch mehr auf dem Spiel, aber das Gefühl auf der Tribüne war heute ganz ähnlich.
Behält sie die Nerven?
Natürlich!
Kurz angetäuscht, dann sicher verwandelt. 18:18!
Doch die Gäste wollten sich damit nicht zufriedengeben. Im Handball wird schließlich bis zur letzten Sekunde gekämpft. Mittweida nahm direkt die Auszeit. Unsere Mädels rückten noch einmal zusammen.
„Abwehr! Arme hoch! Anni, jetzt brauchen wir dich noch einmal!“
Und los ging es. Ein schneller Angriff der Gäste. Die große Spielmacherin aus Mittweida kämpfte sich durch und kam zum Abschluss. Ihr Ziel: die obere rechte Ecke.
Doch was für ein Sprung!
Anni machte sich lang, erreichte den Ball und „filterte“ ihn regelrecht aus der Ecke – ganz im Stil unserer DHB-Torhüterinnen! In genau diesem Moment ertönte der Schlusspfiff.
Was für eine Schlussparade! Was für ein Krimi!
Halloween bleibt verhext – aber die Entwicklung stimmt!
Natürlich hätten sich unsere Mädels heute den ersten Sieg gewünscht. Und nach diesem Spiel wäre er auch alles andere als unverdient gewesen. Doch Halloween scheint für unsere Handballgirls irgendwie verhext zu sein. Bereits im vergangenen Jahr gab es am Halloween-Wochenende nur ein Unentschieden in Weißenborn.
Trotzdem zeigt sich die Entwicklung unserer Mannschaft ganz deutlich:
Knappe Niederlage in Annaberg
Unentschieden gegen Fortschritt Mittweida
Die Abstände werden kleiner, die Mannschaft wächst immer weiter zusammen und die Mädels halten auch in schwierigen Spielsituationen dagegen. Genau das macht Mut für die kommenden Aufgaben!
Ein großes Lob geht heute an die gesamte Mannschaft. Es war ein körperlich intensives Spiel mit vielen harten Zweikämpfen, in dem jede einzelne Spielerin ihren Anteil hatte.
Besonders hervorheben möchten wir heute aber zwei Spielerinnen:
Anni – unser Rückhalt im Tor! Mit einer überragenden Leistung und zahlreichen Paraden hielt sie Grün-Weiß immer wieder im Spiel. Die Schlussparade in der letzten Sekunde war dabei das absolute Highlight. Was für Nerven muss man haben!
Ida – unsere eiskalte Siebenmeter-Schützin! Während auf der Tribüne vermutlich niemand mehr ruhig sitzen konnte, behielt sie die Nerven und verwandelte den entscheidenden Strafwurf sicher zum Ausgleich. Auch das ist echte mentale Stärke!
Und auch ein Dankeschön an unsere Fans, die die Mädels wieder lautstark unterstützt haben!
Ein wenig mehr Glück bei der einen oder anderen Entscheidung hätte heute sicher nicht geschadet. Aber wir schauen nach vorn und freuen uns auf die nächste Aufgabe.
Nächste Woche geht es bereits weiter – wieder vor heimischem Publikum gegen Chemnitz!
Wir hoffen, dass unsere Fans wieder zahlreich in die Halle kommen und die Pinke Power lautstark unterstützen.
Denn eines ist sicher: Die Mädels sind auf dem richtigen Weg!
💚🤍💗 Pinke Power – gemeinsam kämpfen, gemeinsam wachsen!